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SUMMARY:Von der Gegenmacht des Rechts nach Unrechtskatastrophen. Kritische Perspektiven auf den Machtmissbrauch (nicht nur) in der römisch-katholischen Kirche. Ein Vortrag von Stephan Rixen (Köln).
DESCRIPTION:abstract\n\n\n\nAnknüpfend bei Adornos metaphorisch-paradoxer Formulierung von den „Naturkatastrophen der Gesellschaft“ in seinem berühmten Aufsatz „Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit“ werde ich der Frage nachgehen\, wie das Unrecht der Opfer/Betroffenen sexualisierter\, spiritueller\, physischer\, psychischer/emotionaler Gewalt anerkannt werden kann (wobei der Begriff „Anerkennung“ bzw. „Verantwortungsübernahme“ zu erläutern wäre)\, und zwar im Rahmen des geltenden Rechts und jenseits davon\, also einschl. der Frage\, was zu dieser Anerkennung auch andere als juristische Zugänge beitragen können bzw. wie juristische Zugänge im interdisziplinären Austausch weiterentwickelt werden können zu einer (ganz leise Anklänge  bei Foucault) verbesserten „Gegenmacht“ des Rechts\, die Machtmissbrauch sanktioniert und verhindert. Übergreifende und spezifisch röm.-kath. Aspekte behalte ich dabei im Blick. Einige Desiderate zur Arbeit der Forschungsgruppe „Macht und Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche – Interdisziplinäre Kritik und Analyse“ schließen die Überlegungen ab. \n\n\n\nDer Vortrag ist zugleich Auftaktveranstaltung der DFG geförderten Forschungsgruppe „Macht und Missbrauch“.
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SUMMARY:„Der lange Schatten von Hermann Cohen – Martin Bubers Reflexionen über Cohen in Jerusalem 1943“. Ein Vortrag von George Y. Kohler (Bar Ilan Universität).
DESCRIPTION:1916 kam es\, inmitten des Ersten Weltkriegs\, zu einer öffentlichen grundsätzlichen Debatte über den Zionismus und das Selbstverständnis des deutschen Judentums zwischen dem Neukantianer Hermann Cohen und Martin Buber\, dem Herausgeber der Zeitschrift Der Jude. Weit weniger bekannt ist\, wie sehr Cohens Denken – besonders seine Idee von Gott – Buber auch nach Cohens Tod 1918 weiterhin beschäftigt hat. Im Juli 1942\, zu Cohens 100. Geburtstag\, „trafen sich“ beide Philosophen schließlich in Jerusalem auf einer Cohen-Gedenkfeier an der Hebräischen Universität\, und Buber verfasste aus diesem Anlass einen langen Aufsatz mit dem Titel „Cohen und die Gottesliebe“ – einen respektvollen\, aber doch schweren Angriff auf Cohens Religionsphilosophie und Ethik. \n\n\n\nProf. Dr. George Y. Kohler\, ein hervorragender Kenner des deutsch-jüdischen Denkens der Moderne\, zeichnet in seinem Vortrag Bubers Auseinandersetzung mit Cohens Theologie zwischen 1928 und 1942 nach. Der Schwerpunkt liegt auf der Entstehungsgeschichte des großen Jerusalemer Essays Bubers und dem tiefen Missverständnis zwischen beiden Denkern\, das darin sichtbar wird. \n\n\n\nGeorge Y. Kohler lehrt an der Bar Ilan University in Ramat Gan jüdische Religionsphilosophie der Neuzeit und leitet das Joseph Carlebach Institut zur Erforschung des theologischen Denkens im deutschen Judentum. Er hat an der Ben-Gurion Universität des Negev in Beer Sheva mit einer Arbeit zur Maimonides-Rezeption in der Neuzeit promoviert und hat seitdem Arbeiten zum jüdischen Messianismus in der Neuzeit\, zum Beginn der Kabbala-Forschung in der Wissenshaft des Judentums\, vor allem aber zur Religionsphilosophie Hermann Cohens vorgelegt. Er war als Gastdozent an der Uni Frankfurt\, der Uni Augsburg und der Lateran-Universität in Rom tätig. Seine Forschung konzentriert sich auf die Reformtheologie des Judentums im Deutschland des 19. Jahrhunderts und deren Einbindung in die gesamtjüdische Geistesgeschichte. \n\n\n\nWir bitten um Anmeldung bis 11. November 2025 an: kontakt@buber-rosenzweig-institut.de \n\n\n\nProgramm
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