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SUMMARY:Krieg und gesellschaftliche Krisen. Was heißt es heute\, Politische Wissenschaft zu betreiben? Ein Vortrag von Nicole Deitelhoff (Frankfurt).
DESCRIPTION:In welchem Verhältnis Wissenschaft zu den vielfältigen gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart steht\, ist in jüngerer Zeit immer wieder Anlass für öffentliche Diskussionen. Auf der einen Seite steht Wissenschaft für eine neutrale und objektive Beobachtung ihrer ‚Forschungsgegenstände‘\, auf der anderen Seite kann sie sich den Normen und ethischen Implikationen\, die diesen Gegenständen gesellschaftlich vorgegeben sind\, nicht entziehen. \n\n\n\nDies gilt einmal mehr unter den Bedingungen gesellschaftlicher Diversität und der mit ihrer verbundenen Perspektivenvielfalt auf die drängenden Krisenerfahrungen der Gegenwart. Die Themen Antisemitismus und Rassismus\, Migration und Klimawandel\, Geschlechterordnungen und die Legitimationskrise liberaler Demokratie\, aber auch die weltweit zu verzeichnenden kriegerischen Konflikte stehen im Kontext einer Polarisierung und Moralisierung mediatisierter Öffentlichkeit(en)\, in die auch wissenschaftliche Diskurse verwickelt sind. \n\n\n\nKann bzw. soll sich die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesen konflikthaften Themen einer Polarisierung und Moralisierung wirksam entziehen? Wie lässt sich der Balanceakt zwischen wissenschaftlicher Distanzierung und politischer Positionierung\, wie die Spannung zwischen moralischer Abstinenz und Involviertheit gestalten? Wo liegen die Möglichkeiten einer wissenschaftlichen Aufklärung solcher Krisen- und Konfliktlagen und welche Grenzen sind ihr dabei gesetzt. Diese Fragen möchte die Vorlesungsreihe entlang der folgenden drei Forschungsfelder Erinnerungskultur\, Antisemitismus und Demokratie diskutieren.
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SUMMARY:„Qohelet Illuminated: A New Reading and a New Seeing“
DESCRIPTION:Das „Frankfurt-Tel Aviv Center for the Study of Religious and Interreligious Dynamics“\, ein deutsch-israelisches Forschungszentrum an der Goethe-Universität Frankfurt und der Tel Aviv University\, veranstaltet am Dienstag\, den 2. Juli 2024 um 18.15 Uhr im Hörsaalzentrum 10 (HZ 10) auf dem Campus Westend die „Annual Josef-Horovitz Lecture for the Study of Interreligious Dynamics“. Die Vorlesung ist nach dem Frankfurter jüdischen Professor für Orientalistik in der Weimarer Republik\, Josef Horovitz (1874-1931)\, benannt\, dessen Geburtstag sich am 26. Juli 2024 zum 150. Mal jährt. Josef Horovitz\, seinerzeit der beste Kenner des Koran in der nicht-islamischen Welt und Begründer der Frankfurter Orientalistik\, zugleich Mitglied des Gründungskuratoriums der Hebräischen Universität Jerusalem\, war ein herausragender Protagonist der Erforschung jüdisch-islamischer Beziehungen und ein engagierter Befürworter der Völkerverständigung im Geiste der Aufklärung und wechselseitiger Achtung der Religionen.  \n\n\n\nOrganisiert wird die Veranstaltung vom Frankfurt Tel Aviv Center\, dem Buber-Rosenzweig-Institut für jüdische Geistes- und Kulturgeschichte am Fachbereich Evangelische Theologie sowie dem Forschungsverbund Dynamiken des Religiösen. \n\n\n\nDie erste in der Reihe der jährlichen Vorlesungen halten die amerikanische Künstlerin Debra Band und der renommierte Tel Aviver Philosoph Prof. Menachem Fisch\, die ihr gemeinsames Buch Qohelet: Searching for a Life Worth Living (2023) vorstellen. Eröffnet wird der Abend durch Grußworte von Prof. Christian Wiese und von Prof. Milette Shamir\, der Vize-Präsidentin der Tel Aviv University. Menachem Fisch wird sodann über „Rationality Time Bound: Qohelet’s Pre-Revelatory Religious Philosophy” sprechen und Debra Band wird sich der Visualität des Buches Qohelet widmen: Ihr Vortragstitel lautet „Approaching Qohelet: Developing the Modern Visual Midrash.“ Gemeinsam spüren sie in ihren Interpretationen und Illuminationen des biblischen Buches Qohelet\, das vielfach mit Skepsis und Hoffnungs- und Bedeutungslosigkeit in Verbindung gebracht wird\, der Frage nach dem Wert des Lebens nach und eröffnen neue Perspektiven auf den biblischen Text. Gleichzeitig wird dieser Text mit der mittelalterlichen Tradition des Illustrierens sowie postmodernen Theorien zu Lebensfragen in einen Dialog gebracht.  \n\n\n\nMenachem Fisch ist emeritierter Joseph-and-Ceil-Mazer-Professor für Wissenschaftsgeschichte und -philosophie und Direktor des Zentrums für religiöse und interreligiöse Studien an der Tel Aviv University sowie Senior Fellow des Forschungskollegs Humanwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main\, Bad Homburg. Im Zentrum seiner Forschungen stehen u.a. die Philosophie des talmudischen Rechtsdenkens\, die Bedeutung talmudischer Diskurse für die Frage religiöser Pluralität und Differenz\, und philosophische Reflexionen über die Bedeutung und die Grenzen normativer Selbstkritik. \n\n\n\nDebra Bands Arbeit an hebräischen illuminierten Handschriften resultiert aus ihrer Begeisterung für hebräische Handschriftenkunst und für biblische Studien. Zum künstlerischen Werk der studierten Historikerin und Politikwissenschaftlerin\, das für seine intellektuelle und spirituelle Tiefe sowie für seine visuelle Schönheit gefeiert wird\, zählen illuminierte und mit Scherenschnitten versehene Bücher und Ketubot\, andere Manuskriptstücke und Scherenschnitte\, die in Ausstellungen\, Privatsammlungen\, Gemeinschaftseinrichtungen und Galerien in der gesamten englischsprachigen Welt zu sehen sind.  \n\n\n\nEine Anmeldung (unter kramberger@em.uni-frankfurt.de) ist willkommen\, aber nicht Voraussetzung für die Teilnahme. Teilnehmer*innen an der Veranstaltung sollten sich ggf. auf Sicherheitsmaßnahmen wie Taschenkontrollen einstellen.
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